Also hier bin ich wieder…. (wie geschter versproche Toscoloni…) wo sind wir stehen geblieben? Ach ja, in Tampa. Also wir sind in diesem Bowlingcenter und es ist unglaublich – nur betrunkene Amerikaner, keine Touris (ausser wir…) weit und breit. Es ist wirklich wie im Film. Nur, in Kontakt kommen ist nicht so einfach, sind halt alle auch unter sich – und – die Lautstärke ist einmal mehr so laut, dass man kaum miteinander sprechen kann. Schade, eigentlich, denn Gespräche mit Amerikanern sind das beste was man hier machen kann, wenn man Englisch lernen will. Als der Club um drei Uhr schliesst – wie alle Clubs in dieser Stadt, leider… – beschliessen wir, noch zu Jakobs Kollegen zu gehen um noch ein paar Vodkas zu kippen. Vorbei an einer Strassenschlacht (ca. 10 Polizeiautos und zwei rivalisierende Gruppen auf jeder Strassenseite, was schon ein wenig unangenehm war…) geht’s in einen Appartmentkomplex, der mehr an ein Hotel erinnert. Auch das ist Amerika – aufs Wohnen wird hier nicht so viel Wert gelegt wie bei uns. Ok, sie haben einen grösseren Fernseher (aber wirklich jeder) als ich, aber das wars auch schon… Die Prioritäten sind gesetzt;)
Am nächsten Tag fahren wir von Tampa nach St. Petersburg, eine super Strecke mit riesigen Brücken und atemberaubender Aussicht. St. Petersburg passieren wir aber nur, denn wir haben noch eine lange Heimfahrt vor uns. Nach etlichen Pausen – unter anderem in einem Outlet-Mall, einem amerikanischen Waffenladen (kein Wunder killen die sich reihenweise gegenseitig, einfach nur verrückt…) der schon ein halber Abenteuerpark ist und einem Stop in Bonita Springs ist es auch schon wieder Acht Uhr Abends. Aber die halbe Stunde von 19.30 bis 20.00 Uhr waren 50 der best investiertesten Dollar seit ich hier bin: JETSKI FAHREN WÄHREND DIE SONNE LANGSAM UNTERGEHT… Endlich habe ich es einmal gemacht, Jet-Ski fahren! Und es ist anstrengend wie nichts, nach 10 Minuten sind meine Arme schon müde, ich habe 10 Liter Salzwasser geschluckt und Ich versuche krampfhaft, mich auf dem über 80km/h schnellen Teil zu halten. Aber das wars wert!!! Zur Nachahmung empfohlen
So – das Wochenende ist vorüber und ein neuer Reisegefährte ist zu uns gestossen. “Mihi” aus Liechtenstein wird uns die nächsten drei Wochen noch auf unseren Trips begleiten. Kurze Eingewöhnungszeit, erster Shoppingtrip (stolz, ich habe nichts gekauft…) und Angewöhnung ans Essen und Michi ist Part of the American way of life.
Am Donnerstag Nachmittag machen wir uns auf zum nächsten Trip nach Key West. 150 Meilen durchs Meer zu einer Insel fahren – das gibt’s nur hier! Aber die Fahrt lohnt sich wirklich, ist schon sehr speziell. Doch ehrlich gesagt war sie nicht so überwältigend wie ich sie mir vorgestellt habe.. Aber Postkarten sehen halt immer anders aus. Und gesehen haben muss mans ja…. Key West sieht aus wie in einem Film. Alte, auseinanderfallende Holzhütten wie vor weiss nicht wie vielen Jahren, Touristen überall, Bars, Touristzüge mit Führern (wie sagt man dem eigentlich, hoffe ihr versteht was ich meine..??) und rosa Taxis. Ja genau, Pink Taxis, denn Key West ist auch berühmt für seine, nun ja sagen wir mal, eher hohe Dichte an Menschen die nicht auf die Vorzüge einer schönen Frau stehen:) So sind wir auch nicht überrascht, dass gewisse Türsteher mit Hot-Pants ihrem Dienst nachgehen… Funny!! Und selbstverständlich werden wir hier auch abgezockt wie in jedem richtigen Touristenort. Beispiele? ok, Taxifahrt 100m – 4 Dollar. Klar, er muss uns ja nicht sagen dass unser Ziel bereits in 100m kommt, das weiss man ja als Schweizer, schliesslich hatte man ja Geographie. Ich muss mich wirklich zusammennehmen, dass ich ihm nicht auf englisch die Meinung sage. Aber ich hoffe er hat das herzhafte deutsche “Arschloch und Schafseckel” verstanden… Solche Dinge können mich wirklich aufregen… Doch nicht genug, doch das war dann schon eher wieder lustig und wird langsam zu einem Runninggag. Vorspeisen im Restaurant… Mit wieviel darf man rechnen? Nun ja, ein Jumboshrimpcocktail für 9 Dollar (inkl. Taxen und Tipp ist das ca. 11 Dollar) ist doch sicherlich huge, nicht? Ja natürlich, wenn man mit 5 (in Worten – fünf!!!) Shrimps bereits zufrieden ist und findet: “hmm, das war jetzt aber mal wirklich eine grosse Portion. Haha – Wo ist die versteckte Kamera?” naja, lassen wir das. Wenigstens war das Chicken Alfredo geniessbar und bezahlbar – was aber auch das einzige in diesem Restaurant war….
Life is a bitch – aber let’s go out! Leider ist nicht viel los aber immerhin finden wir einen Laden, der total im amerikanischen Stil gehalten ist und indem eine typische amerikanische Band Marke “Wenn-unser-Talent-erkennen-würde-wären-wir-berühmt-aber-leider-findet-niemand-ausser-uns-dass-wir-Talent-haben” spielt. Aussehen. Langhaarigen Schlagzeuger mit leichten Drogenproblemen, bärtiger Schlagzeuger der ziemlich kuul ist und mit Tattoos übersät ist und eine blonde Sängerin die zwar gut aussieht aber einen kompletten Dachschaden hat. Aber eins muss man ihnen lassen: Die Stimmung im Laden war toll, was aber sicherlich auch den Amis zu verdanken war, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr als eine Aspirin brauchten am nächsten Abend…
Am nächsten Tag schauen wir uns noch Key West an und besuchen den 0-Mile-Point, bevor wir uns auf den langen Heimweg machen. Normale Fotos – keine? Zu funny waren all die Gegenstände, die man in den Läden kaufen konnten. Ziemlich beliebt haben wir uns zwar nicht gemacht bei den Ladenbesitzern, da wir alles ausprobierten und fotografierten – ohne was zu kaufen – aber lustig war’s. Auf dem Nachhauseweg beschliessen wir spontan Minigolf zu spielen. Kann ja nicht viel kosten… hahaha, 40 Franken für drei Personen ist doch ein Schnäppchen:) Doch wir sind’s uns ja langsam gewöhnt von den Keys… Wenigstens der Strand auf dem Nachhauseweg ist wirklich schön und (fast) gratis.
Alles in allem – ein höchst amüsanter Trip an einen der berühmtesten Orte Floridas. Aber, es gibt viel schönere Orte in Florida!
So habe langsam Schreibkrampf, aber weiter gehts: Am Samstag planen wir einen Ausflug nach Miami mit Übernachtung, da wir in Clubs wollen und am Samstag direkt aufs Boot mit Izzy. Also das billigste Hotel gebucht (Was für eine Bruchbude! Aber: Das wäre das Hotel gewesen wenn ich die Sprachschule in Miami gebucht hätte…) und ab in die Metropole. Nach einem Shoppingtrip durch die Lincoln Road – welche unbezahlbar ist und deshalb keine Unterschriften von uns geniessen darf – beschliessen wir, um 16.00 Uhr einen kleinen Halt im Hofbräuhaus Miami Beach zu machen, welches wir per Zufall finden… Das Verlangen nach etwas europäischem zu Essen und einem anständigen Bier mit Geschmack war einfach zu gross… Nun ja, 4,5 Stunden später wägen wir uns in München, singen deutsche Lieder mit und sind uns ziemlich sicher, dass wir vielleicht ein Taxi nehmen um ins Hotel zurückzukommen. Lustig wars;) Ach ja, das Hofbräuhaus gehört jetzt uns. Ich bin sicher, dass wir es gekauft haben mit dieser Rechnung…
Nach einer Stunde Schlaf, einer Dusche und einer Rasur gehts auf zum Club Cameo. Kein Eintritt. Club Set. Kein Eintritt. Club Mansion. Kein Eintritt. Prinzipien in Miami Beach um in einen Club zu kommen (ok vielleicht gehts auch ohne und du wirst um drei, vier uhr reingelassen…)
- Komm mit einer schönen Frau. Besser: Komm mit mehreren.
- Kenne den äusserst freundlichen Türsteher und liebe seine menschenverachtende Art
- Kaufe eine Flasche für 300 Dollar um reinzukommen (ein Schnäppchen…haha)
- Lerne, dass 20 Dollar Schmiergeld, eine goldene Kreditkarte (nicht meine…) und eine Schweizer ID nicht genügen.
- Versuche, früher als 1 Uhr anzustehen und evt. ist es auch besser, wen du nicht enibriated bist;)
Schade hat’s nicht geklappt, denn die letzten Male waren wirklich toll in den Clubs… Aber es bleibt ja noch Zeit. Lustig war der Ausgang auf jeden Fall;)
So und endlich der letzte Teil dieses Monstereintrags: Auf dem Boot mit Izzy und drei Kolleginnen von ihm – Part two. Dieses Mal hatten wir Glück mit dem Wetter. Wir konnten einen traumhaften Tag auf dem Boot verbringen und eine Amiparty erleben, die man gar nicht beschreiben kann. 100 Boote (grob geschätzt), Barbecue im Meer, Partymusik, Bier, Vodka, aufgestellte Leute – alles war da. Und wir mittendrin. Und ja, endlich sehe ich auch aus, als ob ich sieben Wochen in der Sonne gelegen hätte! Sonnencreme, was?
Nein, nein, don’t panic, hab mich schon eingeschmiert. Am Abend noch ein kleiner Abstecher nach Nikki Beach, aber dort war leider gar nichts los. Also sind wir nach gut einer Stunde nach Hause gefahren und ich bin am Montag brav in die Schule….
So das war’s fürs erste – nächste Einträge: Orlando, Cape Canaveral, Universal Studios, Wild n’ wet und Daytona Beach… Und vielleicht Mansion und Cameo, wenn wir reinkommen;)
PS: unser Auto hat heute den Geist aufgegeben… R.i.P. alter Toyota der mich Nerven gekostet hat wie noch kein Auto zuvor und so viel Benzin gebraucht hat wie mein Renault in zwei Jahren….
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